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Den Ablauf beim Storytelling spannend ausgestalten

Hier werden einige Tipps zusammengestellt, wie Sie den Ablauf beim Storytelling spannend gestalten können.

Ablauf der Geschichte (vgl. Thier (2017) (*Affiliate-Link)):

Grundsätzlich ist ein chronologischer, themenorientierter oder gemischtorientierter Ablauf dbeim Storytelling möglich. Bei einem chronologischen, zeitlich strukturierten Ablauf bieten sich zur Beschreibung Entwicklungsgeschichten an. Beim themenorientierten Ablauf stehen bestimmte Themen, Probleme, Werte im Mittelpunkt, die sich nicht zeitlich strukturieren lassen. Besonders komplexe Bereiche können ggf. mit einem gemischtorientierten Ablauf erzählt werden.

Wichtig ist es, einen Spannungsbogen, eine Dramaturgie, aufzubauen. Sie erzeugen einen Spannungsbogen, wenn sie über die anfänglichen Konflikte, Niederlagen, Fehler, Barrieren, Herausforderungen etc. erzählen, die überwunden werden müssen. Bei einem chronologischen Ablauf ergibt sich die zunehmende Spannung durch die Abfolge der Ereignisse, beim themenzentrierten Ablauf kann das Thema immer verschärfter dargestellt werden.

Die konkreten Handlungsabläufe lassen sich klassisch in drei Akte aufbauen:

  1. Akt: Aufbruch: Es passiert etwas bzw. es muss etwas passieren (Ausgangssituation)

Der Einstieg muss Aufmerksamkeit erregen, die Relevanz der Thematik dem Leser/Zuhörer/Zuseher sofort aufzeigen, ihn neugierig machen, ihn emotional packen. Hier kann – wie oben beschrieben – ein Konflikt, eine Mangelsituation, fehlendes Wissen, Misserfolge beschrieben werden. Der Held der Geschichte muss etwas wagen, muss sich auf etwas Fremdes, Unbequemes, Schwieriges einlassen und sich von seiner alten/bekannten Welt lösen. Zunächst kann er sich dieser Herausforderung verweigern oder er zögert und sucht Ausreden. Die Ängste des Helden anfänglich zu beschreiben, ermöglicht den Leser/Zuhörer/Zuseher eine stärkere Identifikation.

Anschließend passiert (überraschend) die Initialzündung, ein Aha-Moment, ein Motivationsschub. Dies kann auch durch Hilfe/Anstoß von einer anderen Figur geschehen.

  1. Akt: Die Entdeckungsreise

Der Weg zur Überwindung des Konfliktes ist voller Prüfungen, Rückschläge, Probleme, Barrieren, Widersprüchen etc. Gegenspieler können tauchen auf. Diese können sich in Form von Konkurrenten, aber auch in den alltäglichen Routinen/Konventionen und Gewohnheiten zeigen.

Anschließend wird auf einen Höhepunkt hin zugesteuert. Dieser Höhepunkt der Geschichte ist die Entscheidung für eine Richtung: zum Guten oder zum Bösen. Alles steht auf dem Spiel.

  1. Akt: Auflösung mit Happy-End

Schließlich kommt es je nach den o. g. Handlungsrahmen zur Lösung des Konfliktes. Der Gegenspieler wird besiegt bzw. die Mangelsituation wird behoben. Der Leser/Zuhörer/Zuseher bekommt seine Belohnung (s. o.) vermittelt. Am Ende wird die Lösung skizziert, die Botschaft der Geschichte deutlich ausgesprochen, ein Appell formuliert, Hinweise gegeben, wie man die Ergebnisse auf die Situation beim Leser/Zuhörer/Zuseher übertragen kann. Die Geschichte kommt dabei idealerweise zu einem symbolischen Ende.

Zum Schluss gibt es noch weitere Tipps für das Storytelling: Teil 6.