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Empfehlungen für das Storytelling

Für das Verfassen der Story lassen sich folgende Empfehlungen geben:

  • Verwenden Sie eine bildhafte Sprache mit bildlichen Handlungen, persönlichen Gedanken bzw. Emotionen und Metaphern: Der Einsatz von Metaphern ist gerade bei Geschichten sehr zu empfehlen. Metaphern können nach Reinmann/Eppler (2008) (*Affiliate-Link) natürliche Gegenstände (z. B. Berg, Feuer, Regen), künstliche Gegenstände (z. B. Brücke, Kette, Garten), Aktivitäten (z. B. jonglieren, rennen, schwitzen) oder Konzepte (z. B. Orchester, Eltern, Zwillinge) sein.
  • Geschichten sind in Verben und nicht in Hauptwörtern zu erzählen.
  • Gute Geschichten sind einfach und fokussiert
  • Gute Geschichten haben Überraschungselemente
  • Stellen Sie einen Bezug zum eigenen Leben der Zielgruppe her, verwenden Sie die Sprache/Ausdrücke der Zielgruppe.
  • Stellen Sie die Hauptfigur sympathisch, lebensnah dar.
  • Nutzen Sie Kreativitätstechniken für die Erstellung der Geschichte: Um die Handlungssituation fantasievoller auszugestalten, stellen Sie sich die Was-wäre-wenn-Frage (What-if-Questions).

Die Umsetzung der Geschichte lässt sich als Text, Hörspiel oder als Video bzw. als Kombination dieser Möglichkeiten (Multimedialität) umsetzen. In digitalisierter Form kann die Geschichte auch noch interaktive Elemente haben, sodass sich der Leser/Zuhörer/Zuseher nach Bedarf z. B. weitere Hintergrundinformationen über ein anderes Darstellungsformat holen kann oder den Ablauf der Geschichte sogar mitbeeinflussen kann. Darüber hinaus können sich Leser/Zuhörer/Zuseher über digitale Medien untereinander austauschen bzw. mit den Ansprechpartnern zur Geschichte in Kontakt treten. Allerdings muss man kritisch beurteilen, ob überhaupt eine Interaktivität möglich und insbesondere aus Sicht des „Geschichtenerzählers“ aber auch des Lesers/Zuhörers/Zusehers gewünscht wird. Das passive Konsumieren kann durchaus sinnvoll sein.