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Den Handlungsrahmen beim Storytelling erstellen

Fiktive oder auch nur teilweise fiktive Geschichten sollten nur sehr bedacht eingesetzt werden. Storytelling lebt vom authentischen Erzählen realer (wahrer) Ereignisse und Personen. In diesem Sinne sind ebenso Manipulationen oder zu starke Übertragungen zu vermeiden. Grundsätzlich lässt sich aber auch eine reale Gegebenheit oder eine typische Handlung in eine fiktive Umgebung mit fiktiven Figuren verfremden. Dadurch lassen sich Persönlichkeitsrechte/Geheimhaltungsprobleme umschiffen. Zudem kann man dadurch stärkere Bilder aufbauen. Dennoch muss es für den Leser/Zuhörer/Zuseher leicht möglich sein, von der Fiktion auf die eigene Realität schließen zu können.

Folgende Handlungsrahmen (Geschichtstypen) kann es in Anlehnung an Thier (2017) (*Affiliate-Link) geben:

  • „Wiederauferstehungsgeschichten“: Aus einer Krise wird eine Erfolgsgeschichte
  • „Transformationsgeschichten“: Das Unternehmen hat sich positiv verändert bzw. muss sich in Zukunft verändern.
  • „Inspirierende“ Geschichten: Das Handeln wirkt anregend und lädt zur Nachahmung an.
  • „Schöpfungsgeschichten“: Die Entstehungsgeschichte des Unternehmens (ggf. durch einen Gründungsmythos) bzw. einer Innovation wird skizziert mit ihren Hoch und Tiefs sowie Anekdoten.
  • Geschichten über Probleme und Konflikte: Die Lösung von Problemen und Konflikten innerhalb des Unternehmens steht im Vordergrund.
  • „Aus-Fehler-lernen“-Geschichte: Hier kann beschrieben werden, wie man aus Fehlern im Unternehmen in der Vergangenheit gelernt hat.
  • Unternehmens- und Markenporträts. Hier werden anhand von Beispielen das Unternehmensleitbild, die Vision und Mission dargestellt bzw. Werte des Unternehmens oder einer Marke dargestellt.
  • Geschichte über das Besondere, das Geheimnisvolle des Unternehmens/der Innovation: Verfügt das Unternehmen/die Innovation über ein besonderes Merkmal/Funktion? Ist das Herstellverfahren für die Innovation besonders?
  • Kunden- und Innovationsstorys. In diesen Geschichten ist der Kunde oder eine Innovation Held der Geschichte. Hierbei wird die erfolgreiche Anwendung der Innovation (mit Tipp, Tricks, Empfehlungen) durch den Kunden bildhaft beschrieben.
  • Hintergrundgeschichten/Geschichten über das Alltägliche: Im Sinne einer „Behind-the-Scene“-Story werden die ganz normalen Personen und Abläufe im Zusammenhang mit der Erstellung der Innovation menschlich, anschaulich, „real-life“ beschrieben.

Und hier geht es zum konkreten Ablauf der Storys: Teil 5.